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Endlich ist es soweit! Darauf hat die Welt gewartet! Eine gelungene deutschsprachige Lachyoga-DVD bereichert die Lachyoga-Charts. Prädikat: Besonders lachhaft!
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Vom 23.-30.06.2012 in einer charmanten, familiären Ferienanlage mit malerischem Meerblick. Lachyoga-Leiter-Zertifikat möglich.
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Training mit Dr. Madan Kataria, dem Gründer von Lachyoga,
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  lachen ist ein trampolin ins glück
 

„The Laughing Guru“
(New York Magazine | August 2010)

„Bewusstseinserheiterung“
(NEON | Februar 2011)

„Ran an die Mundwinkel“
(Yoga Journal | März – April 2011)

„Die Welt des Lachens ist grenzenlos“
(Lippische Landes-Zeitung | 04. Februar 2011)

Im Interview: Europäische Hasya (Lach) Yoga-Meisterin
(www.yogacolors.de | 28. Oktober 2010)

Weltlachtag: Yoga-Lehrerin will einen neuen Club gründen
(Hamburger Abendblatt | 02. Mai 2009)

Lachyoga - der heitere Weg zu Ahimsa
(Yoga-Vidya Journal | Frühling 2009)

Lachyoga - „Das Lachen ist da und es muss raus“
(„Die Nordelbische“, Ausgabe 18 | 4. Mai 2008)

Humor steigert die Produktivität
(WELT.de | 1995 - 2005)

Lachyoga im Hamburger Yoga-Vidya Center
(Yoga Vidya Journal, Ausgabe 19 | Sommer 2008 - Abschrift)

Hoho-hahaha
(GESUND | 10. Sep 2008)

"Lachyoga. Denn Lachen ist die beste Medizin!"
(Magazin Pflegen und Wohnen | Juli / August / September 2008)

 

„The Laughing Guru“

New York Magazine | August 2010

Madan Kataria's prescription for total well-being.

Zum Artikel (englisch)

 

„Bewusstseinserheiterung“

NEON | Februar 2011

Für Depressionen, Armut und Krieg gibt es jetzt eine Lösung: Lachen!

Zum Artikel

 

„Ran an die Mundwinkel“

Yoga Journal | März – April 2011

In Bad Meinberg findet der 2. Lachyoga-Kongress statt.

Zum Artikel

 

„Die Welt des Lachens ist grenzenlos“

Lippische Landes-Zeitung | 04. Februar 2011

Yoga-Meister Sukadev Volker Bretz über Sinn und Zweck des Lachyoga-Kongresses im April in Bad Meinberg.

Zum Artikel

 

Weltlachtag: Yoga-Lehrerin will einen neuen Club gründen

Hamburger Abendblatt | 02. Mai 2009

von Claudia Eicke-Diekmann
Initiative erklärt, wie Gelächter als Therapie bei seelischen und körperlichen Krankheiten eingesetzt wird.

Elmshorn. Die beiden Frauen reichen sich die Hand. Gleichzeitig lachen sie laut los. "Hahaha". Aus tiefsten Herzen kommen die Laute. Was war denn jetzt bloß so lustig? "Gar nichts", sagt Gabriela Leppelt-Remmel und lacht.

Barbara Marn, die Vorsitzende der Friedensinitiative im Einwandererbund Elmshorn, stimmt ein ins Gelächter. Die beiden verstehen sich bestens. Wen wundert's? Die Frauen haben sich beim Lachen in Hamburg kennengelernt.

Gabriela Leppelt-Remmel ist Lach-Yoga-Lehrerin, Barbara Marn lernt noch und will ihre Lach-Seminar-Erfahrungen in Elmshorn weitergeben: Sie will einen Lachclub gründen.

Kinder lachen bis zu 400 Mal am Tag. Erwachsen schaffen es nur noch auf allerhöchsten auf 20 Mal. Das ist viel zu wenig, sagen Lachforscher. Lachen ist nämlich gut, wirkt positiv auf Immunsystem, Blutdruck, Blutzucker, Kreislauf und Verdauung. Wie lautete noch immer der Spruch unserer Großeltern? Lachen ist die beste Medizin? Stimmt.

Längst sind sich Wissenschaftler weltweit einig: Lachen ist Therapie. Es fördert die Genesung von schweren Erkrankungen. Es holt die Seele auf dem tiefsten Tief heraus. Lachen ist noch mehr. Wer ganz viel lacht, hat die Kondition eines Leistungssportlers. "Mehrere hundert Muskeln sind beim herzhaften Lachen aktiv", sagt Gabriela Leppelt-Remmel. "Eine Minute Lachen ist so anstrengend wie zehn Minuten Rudern."

Lachen ist zudem der einzige Sport, der das Zwerchfell, das wichtigste Atemorgan, trainiert. Nun bietet das Leben nicht jedem und ständig Anlass, laut loszulachen. Braucht es auch nicht. Lachen lässt sich nämlich lernen. Das grundlose Lachen bedarf keines Humors. "Es ist ein rein körperliches Lachen. Der Körper kennt allerdings das Konzept", erklärt Gabriela Leppelt-Remmel. "Deshalb folgt der Geist ganz schnell nach."

Lachen macht Freude und Freunde. "Wenn ich eine Stunde mit einem Menschen gelacht habe, vergesse ich ihn nie wieder", sagt Barbara Marn. "Lachen überwindet Sprachbarrieren und verbindet die Völker." Das ist der Grund, warum die Vorsitzende der Friedensinitiative derzeit im Einwandererbund einen Lachclub in Elmshorn aufbaut. "Lachen ist die Ursprache des Menschen, es drückt Friedensabsicht ehrlicher und direkter aus, als viele Worte.

Beim ersten Treffen im April kamen 25 Menschen aus der Türkei, aus Italien, Spanien, Russland, Afghanistan, Syrien und Deutschland im Haus des Einwandererbundes in der Feldstraße zusammen. Es habe ziemlich viel zu Lachen gegeben, versichert Barbara Marn.

Morgen, Sonntag, 3. Mai, ist Weltlachtag. Überall auf der Welt treffen sich die Menschen, um gemeinsam zu lachen. Auch in Elmshorn wird gelacht: Die Friedensinitiative im Einwandererbund lädt zum Lachen mit einer Lach-Yoga-Lehrerin auf der Steindammwiese ein. Treffpunkt ist um 15 Uhr auf dem Parkplatz Holz Junge, Julius-Leber-Straße 4.

Das kann ja heiter werden.

 

 

Lachyoga - der heitere Weg zu Ahimsa

Yoga-Vidya Journal | Frühling 2009

Dieses Zitat stammt von Swami Sivananda, einem großen Yogameister des letzten Jahrhunderts. Sein intuitives Wissen über die segensreiche Heilkraft des Lachens auf Körper, Geist und Seele wird heutzutage durch die Wissenschaft vom Lachen (Gelotologie) in vielfacher Hinsicht bestätigt. Wer viel lacht, schützt sich auf natürliche Weise.

Der Herzschlag steigt, Blutdruck und Kreislauf werden angeregt, der Atemrhythmus wird beschleunigt, die Länge und Dauer der Ausatmung wird gesteigert und die Lungen wesentlich stärker durchlüftet. 17 Gesichtsmuskeln und Hundert sonstiger Muskeln werden beansprucht. Die Produktion und Zirkulation von Glückshormonen und das Immunsubstanzen wird stimuliert. Die Schmerztoleranz wird erhöht. Das Gehirn bekommt eine Sauerstoffdusche, was die kognitiven Fähigkeiten fördert. Noch 24 Stunden nach intensivem Lachen besteht eine erhöhte Immunabwehr. Man fühlt sich entspannt und gelöst.

Auf Basis dieser Erkenntnisse aus der Lachforschung (Gelotologie) wurde Lachyoga (Hasya Yoga) 1995 von dem indischen Arzt und Yogalehrer Dr. Madan Kataria entwickelt. Seine Frau Madhuri, die ebenfalls Yogalehrerin ist, war maßgeblich daran beteiligt. Weil viele seiner Patienten in Mumbai (früher Bombay) zu arm waren, um Medikamente bezahlen zu können, forschte der Internist nach alternativen Möglichkeiten. Hierbei entdeckte er, dass im Lachen ein großes Potenzial an gesundheitsförderlichen Eigenschaften steckt.

Lachen wir schon genug?

Oder warum sollten wir mehr lachen? Auf dem Wellness- und Esoterik-Markt gibt es genug Angebote, um sich in einen Rundum- Wohlfühl-Zustand versetzen zu lassen. Wir haben doch genug Anlässe zu lachen, oder? Genau das haben wir verinnerlicht. Wir lachen mit dem Kopf, wir brauchen einen Grund. Unser Lachen ist von Auslösern abhängig, denen ein kognitiver Prozess vorausgeht. Wir geben uns die Erlaubnis zu lachen, wenn wir glauben, dass es passt. „So lachen wir nicht nur nicht ohne ausreichenden Grund, wir lieben auch nicht ohne ausreichenden Grund. Wir sind nur glücklich, wenn Gründe dafür vorhanden sind. Ist dies alles wirklich notwendig?“ fragt der Soziologe Walter Birklbauer in seinem Buch „Warum Lach-Yoga?“

Oder geht uns das Lachen verloren?

Kleinkinder gackern und prusten bis zu 400 mal am Tag, mit und ohne Grund. Sie lachen körperlich und aus vollstem Herzen. Bei einer Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2005 gaben ein Drittel der Befragten an, schon lange nicht mehr laut gelacht zu haben. 91 Prozent wünschten sich, öfter mit anderen scherzen zu können. In den fünfziger Jahren wurde rund dreimal soviel gelacht wie heute - durchschnittlich 18 Minuten pro Tag. Das erscheint paradox, angesichts der Not nach dem zweiten Weltkrieg. Hohe Arbeitslosenzahlen, hohe Scheidungsquoten, Einsamkeit und wachsender Arbeitsdruck sind vielleicht einige der Gründe, die uns zum Lachen anscheinend in den Keller gehen lassen.

Was ist Lachyoga?

Lachyoga hat keinerlei Affinität zu Comedy, Entertainment oder Performance. Manche Medienvertreter glauben aus Unkenntnis, hier immer wieder einen Zusammenhang herstellen zu können. Verständlicherweise, denn es ist so erheiternd Lachyogis beim „Löwenlachen“ zuzuschauen, wenn sie Augen rollend die Zunge herausstrecken, herumgaukeln und grimmiges Gelächter aus ihren Kehlen ertönt. Hasya Yoga ist ein funktionierendes Werkzeug, ein Programm, das es ermöglicht, auch ohne Grund zu lachen. Es ist wie ein Korkenzieher, der einen edlen Tropfen zugänglich macht. Hasya Yoga führt den Praktizierenden an seine Lachquelle. Die unterschiedlichen Übungen regen dazu an, zunächst einmal willentlich, künstlich zu lachen. Man tut so als ob man lachen würde, so wie ein Schauspieler in einer Rolle. Früher oder später macht es „Plopp“ und der echte Lach-Kick kommt. „Fake it, fake it, until you make it“, heißt es unter Lachyogis. Lachübungen werden meistens in Gruppen praktiziert, weil es so ganz leicht ist, vom zunächst simulierten Lachen in echtes Lachen überzuwechseln. Für den Körper macht es keinen Unterschied, ob er einen realen Grund zum Lachen hat oder nicht. Die physiologischen und psychologischen Abläufe beim Lachen sind eng miteinander verwoben.

Wie wirkt Lachyoga?

In seinem Buch bezieht sich Walter Birklbauer auf neuronale Wirkungen. Er schreibt „Sämtliche Formen psychischer Prozesse spiegeln sich wiederum in neuronalen Erregungsmustern wider, die von frühester Jugend an immer wieder aktiviert und wiederholt werden und so die Bereitschaft für die leichtere Auslösbarkeit einer emotionalen Richtung bahnen.“ In unserem unbewussten Gedächtnis hinterlassen Lebenserfahrungen tiefe Spuren und prägen so unser Verhalten. Gute Erfahrungen werden anders abgespeichert als schlechte. Eine negative emotionale Grundrichtung erzeugt eher Stresshormone, eine positive emotionale Grundrichtung eher Glückshormone. Häufiges Wiederholen bedeutet Training des jeweiligen neuronalen Erregungsmusters. „Die mit negativen Emotionen befassten Hirnregionen entwickeln sich besonders gut.“ (Grawe 2004) Nervenzellen können wachsen und sich verändern. Die Hirnforschung hat herausgefunden, dass neuronale Verbindungen offenbar wie ein Muskel funktionieren. Der wissenschaftliche Fortschritt macht sichtbar, dass psychische Vorgänge stets mit körperlichen Reaktionen verbunden sind.

„Die Fantasie wird zur Wirklichkeit durch die Wirklichkeit der Fantasie“,

bringt es Birklbauer auf den Punkt. Lachyoga löst positive Erregungsmuster aus und erzeugt diese. Lachen „füttert“ uns mit Endorphinen und trainiert unsere neuronalen Ressourcen. Beim Meditieren werden auch ähnliche Erregungsmuster angelegt, wie beim realen Erleben. Die Simulation ist zwar unecht, was sie aber im Körper auslöst, ist echt. „Lachen“ ist plötzlich nicht mehr nur lustig, sondern macht unerwartet auch Sinn.“ „Wer künstlich lacht, kitzelt das Lächeln. Das spielerische „so-tun-als-ob“ wird zum kleinen Hilfsfallschirm, der keine andere Bedeutung hat, als genau diese, nämlich das Öffnen des Hauptfallschirms sicherzustellen“ so Birklbauer. Menschen, die unter Depressionen leiden, kann Lachyoga ein Adjutans sein, welches dabei behilflich ist, Medikamente zu reduzieren.

Ein „Löwenlachen“ zur Entspannung

Lachyoga-Übungen sind einfach und effektiv. Sie bestehen aus einer Kombination aus Dehn-, Klatsch-, Atem- und Lachübungen, die verschiedene Organsysteme ansprechen. Die ersten Übungen beginnen normalerweise mit initiiertem Lachen, das früher oder später in echtes Lachen übergeht. Die Teilnehmer lachen miteinander und nehmen so visuell und akustisch zueinander Verbindung auf. Die Gesichter und Blicke zu sehen ist ebenso ein wesentliches Lachyoga-Element wie das Kichern und Prusten der anderen zu hören. Mittlerweile gibt es Hunderte von Übungen, die lustige Namen haben wie „Löwenlachen“, „Gurulachen“, Jackpot-Lachen“ oder „Handylachen“. Auf der ganzen Welt verbreitet sich diese Methode in beeindruckender Weise. In mehr als 10.000 Lachclubs in 100 Ländern, wovon über 100 Lachclubs in Deutschland sind, wird kollektiv gelacht.

Ahimsa durch Lachyoga

Lachclubmitglieder pflegen einen herzlichen und friedlichen Umgang miteinander. Wer miteinander lacht, benötigt keine Maske, um sich dahinter zu verstecken. In Lachclubs gilt der Grundsatz, nicht auf Kosten anderer zu lachen. Mit der Zeit bilden sich auf natürliche Weise yogische Tugenden heraus, wie Ahimsa, das Nicht-verletzten durch Gedanken, Worte oder Taten. Wer im Frieden mit sich selbst ist, verbreitet ihn auch unter seinen Mitmenschen. Regelmäßiges Lachtraining entwickelt die Fähigkeit, auch im Alltag häufiger und ausdauernder zu lachen, weil die entsprechende Muskulatur gekräftigt wird und wie wir gesehen haben, das Gehirn immer mehr Rezeptoren hierfür bildet. So entdeckt ein Lachyogi viele Anlässe für Heiterkeitsausbrüche, die ihm früher wohlmöglich kaum ein müdes Lächeln entlockt hätten. Der Sinn für tiefgründigen Humor verfeinert sich und eine liebevoll geprägte Selbstironie schiebt sich vor übertriebene Ernsthaftigkeit und den heutzutage weit verbreiteten Perfektionismus- Anspruch. Denkblockaden werden aufgelöst und Kreativität kommt ins Fließen. Talente können sich frei entwickeln. Ein Lachyogi verfügt mit der Zeit über ein besonders subtiles Empfinden im Manipura-Chakra. Das Vishuddha-Chakra wird beim Lachen in positive Schwingungen versetzt, was Auswirkungen auf die Schilddrüse, Ausdrucksvermögen und Stimme hat. Lachen spricht auch alle anderen Chakren an.

Anwendungsgebiete

In Indien werden Polizisten in Lachyoga geschult. Auch in Gefängnissen dort versucht man Aggressionen und Depressionen der Insassen mithilfe von Lachyoga-Übungen zu mildern. An vielen Schulen in Indien machen die Schüler morgens auf dem Hof unter Anleitung Lachyoga-Übungen. Die mit Abstand meisten Lachclubs existieren auf dem Subkontinent, der Wiege des Lachyogas. Eine Lach-Session dauert nur 20 Minuten und findet meist morgens vor der Arbeit statt. Hierzulande findet Lachyoga eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Als Add-on beim Hatha-Yoga, in sämtlichen therapeutischen Zusammenhängen, beim Sport, im Wellness- Bereich, in Selbsthilfe-Gruppen von chronisch Kranken, in Senioren-Gruppen, im Business, im Rahmen der Gesundheitsvorsorge uvm.

 
Lachyoga

„Die Nordelbische“, Ausgabe 18 | 4. Mai 2008

Von Simone Viere
Hamburg-Rahlstedt - Mit geschlossenen Augen sitzen wir im Kreis und summen - es hört sich an wie in einem Bienenstock. Ich bin neugierig und öffne die Augen einen Spalt, um in die Runde zu blicken. Die anderen zehn Frauen wirken sehr konzentriert und brummen innig die „Bienenmeditation“. Irmgard, mit 87 Jahren die Älteste hier in der Lach-Yoga-Runde, blinzelt auch. Ich fühle mich ertappt. Kurz lächeln wir uns an, dann schließe ich meine Augen wieder und summe: „hammmm, hammmm, hammmm“.

Ich sitze im Gemeindehaus der Martinskirche. Montagabends trifft sich hier ab halb sieben der Lachclub Hamburg-Rahlstedt. Ich bin hierher gekommen, um zu Lachen. Ich weiß nicht, wie das auf Anhieb funktionieren soll, in einer Gruppe mir völlig fremder Menschen.

„Lasst die Augen geschlossen, und stellt euch vor, dass die Hummeln und Bienen euch überall kitzeln, am ganzen Körper und besonders am Zwerchfell“, sagt die Kursleiterin Gabriela Leppelt-Remmel. Bevor ich mir überhaupt eine Biene vorstellen kann, prustet Bärbel schon los. Anna fällt mit ein und die ganze Gruppe beginnt laut und aus vollem Herzen zu lachen. Ich komme mir blöd vor und bin angespannt. Doch dann kann auch ich es nicht mehr unterdrücken. Es will raus. Zuerst zaghaft, dann immer lauter. Ich muss einfach mitlachen. Es ist ansteckend.

Ich öffne die Augen. Bärbel wiegt ihren Körper vor und zurück. Sie klopft sich auf die Oberschenkel und schnappt nach Luft. Auch Anna hält es fast nicht mehr auf ihrem Stuhl. Mit geschlossenen Augen lachen die Frauen, bis ihnen die Tränen kommen.

„Beim Lachen werden 17 Muskeln im Gesicht und 97 weitere Muskeln im Körper beansprucht“, erklärt Gabriela Leppelt-Remmel. 20 Sekunden lachen sei so anstrengend wie zehn Minuten rudern und dabei sehr gesund, denn Immunsystem, Herz-Kreislauf-System und die Atmung würden trainiert. Neben der körperlichen habe es auch eine psychologische Wirkung: „Lachen befreit. Es steigert die Lebensfreude und macht einfach fröhlich“, so die Yogalehrerin.

Mittlerweile haben wir die Stühle zur Seite geräumt und bewegen uns im Raum. Mit einem lauten „Hoho, Haha“ laufen wir durcheinander und schauen uns dabei an. Einige Frauen ziehen Grimassen und lachen. Das ist anstrengend, und ich bin froh über eine kurze Übung zum Entspannen.

Als nächstes stehen wir dicht gedrängt in der Raummitte und stellen uns vor, in einer überfüllten U-Bahn zu stehen. Aufgabe diesmal ist es, nicht zu lachen. „Muss wohl eine Hamburger U-Bahn sein“, ruft eine Kursusteilnehmerin und allen fällt es sichtlich schwer, nicht schon wieder loszugackern.

Wir wippen mit den Knien, einen Arm zur Decke gerichtet - zum Festhalten - und blicken uns gegenseitig in die Augen. Die Spannung steigt und ich merke, wie sich kaum noch jemand zurückhalten kann. Die Yogalehrein gibt ein Signal und endlich bricht das erlösende Lachen los.

Nach der Stunde erzählt mir Uta, dass sie lange nach einer Lachgruppe gesucht habe: „Ich habe viel mit Depressionen zu tun und bin jetzt seit einem Monat dabei. Es ist das Beste, was mir passiert ist“. Anna pflichtet ihr bei: „Manche finden das albern, aber eigentlich gibt es hier keine Hemmungen. Das Lachen ist da und es muss raus.“ Ich kann verstehen, was sie meint.

Weitere Informationen zum Lachyoga und zum Weltlachtag am 4. Mai finden Sie im Internet unter www.yogilachen.de.

Weitere Mitlacher sind jederzeit willkommen. - Speziell für Pastorinnen und Pastoren plant Gabriela Leppelt-Remmel in Hamburg einen kostenlosen Lachyoga-Schnupperkursus. Lediglich ein Raum müsste zur Verfügung gestellt werden.

Interessierte können sich unter Tel. 040.64892391 oder via E-Mail info@yogilachen.de, melden.

 

Humor steigert die Produktivität

WELT.de | 1995 - 2005

Täglich 15 Minuten lachen hält das Herz fit | Gestärkte Immunabwehr
Lachclubs und Humorseminare im Trend

von Samiha Shafy
Zürich - Die Deutschen haben ein ernstes Problem: Ihnen ist das Lachen vergangen. Bei einer Emnid-Umfrage gab jüngst ein Drittel der Befragten an, schon lange nicht mehr laut gelacht zu haben. 91 Prozent wünschten sich zudem, öfter mit anderen scherzen zu können. In den fünfziger Jahren wurde rund dreimal soviel gelacht wie heute - durchschnittlich 18 Minuten pro Tag.

Die Arbeitslosenzahlen sind hoch und auch privat werden die im Frust vereinten Bundesbürger nur noch selten froh: Fast jede zweite Ehe wird geschieden, Kinder entwickeln sich zur Rarität. Dabei könnte gerade der Nachwuchs gute Laune verbreiten: Kleinkinder prusten und kichern bis zu 400mal täglich los, während sich Erwachsene nur noch 15mal am Tag zu einem schmallippigen Grinsen durchringen. Das muß sich ändern, fordern nun Gelotologen, zu deutsch Lachforscher, und preisen die segensreichen Nebenwirkungen des Lachens auf die Gesundheit.

So soll Lachen etwa die Durchblutung verbessern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, meldete im März ein Forschungsteam um Michael Miller vom University of Maryland Medical Center in Baltimore. Die Forscher zeigten 20 Testpersonen in einem Abstand von zwei Tagen jeweils einen Ausschnitt aus einer Komödie und einem Kriegsdrama. Vor und nach der Filmsequenz überprüften sie per Ultraschall die Durchblutung der Hauptschlagader des Oberarms. Bei 19 der 20 Versuchspersonen war die Durchblutung nach der Komödie erhöht. Nach dem Kriegsdrama wiesen dagegen 14 Personen eine verschlechterte Durchblutung auf. Beide Effekte ließen sich noch mindestens eine halbe Stunde nach dem Film nachweisen.

Lachen trage dazu bei, das innerste Gewebe der Blutgefäße, das sogenannte Endothel, gesund zu halten, folgerten die Forscher. Dieses reguliert den Blutfluß und den Innendruck der Blutgefäße. Für ein gesundes Herz-Kreislauf-System empfiehlt Studienleiter Miller deshalb neben genügend Sport eine tägliche Lachdosis von mindestens 15 Minuten. Damit könnte man auch gleich seine Immunabwehr stärken, wie eine Untersuchung des Mediziners und Lachforschers Lee Berk von der Loma Linda University in Kalifornien ergab.

Berk zeigte seinen Probanden ein lustiges Video. Vorher und nachher wurde ihnen Blut abgenommen. Das Lachen habe die Anzahl der natürlichen Killerzellen und den Antikörperspiegel im Blut bis zu zwölf Stunden nach der Videovorführung erhöht, berichtete Berk 2001 im Fachmagazin "Alternative Therapies". In den letzten Jahren entdeckten die Gelotologen immer mehr gesundheitsfördernde Wirkungen von Heiterkeitsausbrüchen. So soll Lachen auch den Blutdruck senken, Allergien lindern, die Produktion von Glückshormonen, sogenannten Endorphinen, steigern und sogar vor Krebs schützen.

Für die skurrilste Schlagzeile sorgte im vergangenen Juni ein US-Forschungsteam um Maciej Buchowski von der Vanderbilt University in Nashville: Durch 10 bis 15 Minuten intensives Gelächter am Tag könne man in einem Jahr durchschnittlich zwei Kilogramm abnehmen. Dies fanden die Forscher heraus, indem sie 90 Versuchspersonen zehnminütige Ausschnitte aus der "Cosby Show" vorführten und dabei ihren Energieverbrauch ermittelten.

Professor Willibald Ruch, Leiter der Fachgruppe Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik an der Universität Zürich, vernimmt die frohen Botschaften der Lachforscher mit Skepsis. "Es besteht eine Kluft zwischen diesen Studienresultaten und den tatsächlich belegten Fakten", sagt der Experte, der sich seit 25 Jahren mit verschiedenen Aspekten des Humors befaßt. Die gesundheitliche Bedeutung des Lachens werde vor allem in Medienberichten häufig überschätzt, kritisiert Ruch. "Es gibt zwar mehr positive als negative Belege, aber die Ergebnisse der verschiedenen Studien sind nicht konsistent."

So hätten etwa andere Untersuchungen zur Immunabwehr die positiven Resultate von Berk nicht bestätigt. Auch die angeblich durch Lachen gesteigerte Produktion von Glückshormonen oder eine anhaltende Senkung des Blutdrucks hätten sich bisher nicht definitiv belegen lassen.

Rod Martin, Psychologieprofessor an der University of Western Ontario, teilt Ruchs Zweifel an den Heilsversprechen mancher Lachforscher: "Trotz der Popularität der Idee, daß Humor und Lachen einen signifikanten gesundheitlichen Nutzen haben, sind die gegenwärtigen empirischen Beweise dafür generell schwach und nicht schlüssig", urteilte der Kanadier im "Psychological Bulletin". Ruch relativiert jedoch seine Kritik: "Aus den methodischen Mängeln mancher Studien sollte man nicht schließen, daß an den Hypothesen nichts dran ist." Vielmehr wären weitere Untersuchungen nötig.

Er selbst konnte kürzlich zusammen mit dem Pneumologen Martin Brutsche vom Universitätsspital Basel nachweisen, daß regelmäßiges Lachen bei lungenkranken Patienten die Funktionsfähigkeit der Lungen verbessert. In einer anderen Studie hat Ruch zudem gezeigt, daß Lachen hilft, körperliche Schmerzen besser zu ertragen. Dazu zeigte er 56 Versuchspersonen einen Ausschnitt aus einem Mister-Bean-Film und ließ sie unmittelbar vor und nach dem Film sowie 20 Minuten danach ihre Hände in eiskaltes Wasser eintauchen. Das Ergebnis: Wenn die Probanden den Film wirklich lustig fanden, stieg sich ihre Schmerztoleranz deutlich und war auch noch 20 Minuten nach Filmende erhöht. Bei bloßer Ablenkung ließen sich Schmerzen zwar auch besser ertragen, aber der Effekt sei nicht von Dauer, erklärt Ruch.

In manchen deutschen Krankenhäusern wird diese Erkenntnis bereits genutzt. Nach dem Vorbild des amerikanischen Arztes Patch Adams versuchen Klinik-Clowns, kranke Kinder zum Lachen zu bringen. Naheliegend scheint es, Lachen auch bei psychischen Krankheiten als therapeutisches Mittel einzusetzen. Der Psychologe und Psychotherapeut Michael Titze aus Tuttlingen befaßte sich bereits Ende der siebziger Jahre als einer der ersten Deutschen mit therapeutischem Humor.

"Durch Heiterkeit wird negativer Streß abgebaut", sagt Titze. Er setzt bei seiner Arbeit weniger auf verbalen Humor als auf kindliches Herumblödeln in der Gruppe. "So werden die Patienten in eine frühe Entwicklungsstufe zurückversetzt, wo die Probleme noch überschaubar waren", erläutert der Psychotherapeut. Dies sei zwar eine Flucht, aber im positiven Sinne: "Es geht ja darum, gemeinsam aktive Bewältigungsstrategien zu finden."

An der Universität Tübingen werden Titzes Erfahrungen derzeit überprüft. Die Psychiaterinnen Barbara Wild und Irina Falkenberg testeten mit depressiven Patienten ein achtwöchiges, gezieltes Humortraining. Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, daß die Methode erfolgreich ist. Während die Forscher noch nach endgültigen Beweisen für ihre Hypothesen suchen, entwickelt sich Lachen als Wellness-Faktor zum Trend.

In rund 50 Lachclubs im ganzen Land, Tendenz steigend, treffen sich Lachlustige regelmäßig zur vorsätzlichen Erheiterung. Methode der Wahl ist dabei eine bestimmte Yoga-Lachtechnik, das Hasya Yoga, das vor zehn Jahren vom indischen Arzt Mandan Kataria aus Mumbai entwickelt wurde. Die Idee ist, daß künstliches Lachen in der Gruppe früher oder später in echtes Gelächter umschlägt.

Kataria beschreibt das Konzept auf seiner Internet-Seite so: "Jede Lachsitzung fängt an mit tiefen Atemzügen und einem "Ho, ho, ha, ha, ha". Darauf folgt eine große Auswahl von stimulierenden Lachtechniken wie das herzliche Lachen, das stille Lachen, das Löwenlachen, das schwingende Lachen, das Ein-Meter-Lachen, das Cocktail-Lachen, das ansteigende Lachen und viele andere."

Eine andere Möglichkeit, das Lachen neu zu lernen, sind die Humorseminare des Diplompsychologen, Theologen und Unternehmensberaters Thomas Holtbernd aus Bottrop. Dieser hilft Führungskräften bei der Suche nach ihrer witzigen Seite und gibt Firmen Tips, wie sich mit Humor die Produktivität der Mitarbeiter steigern läßt.

"Viele Menschen trauen sich nicht, ihren Humor rauszulassen", sagt Holtbernd. In seinen Seminaren lernten die Teilnehmer dann etwa, wie man überzeugend einen Witz vortrage. Unbestritten ist, daß Humor attraktiv macht.

In Umfragen geben die meisten an, daß sie sich einen humorvollen Partner wünschen. Indes verstehen Männer und Frauen darunter nicht dasselbe, wie der Psychologe Eric Bressler von der McMaster-Universität in Ontario im Frühjahr bei einer Befragung von 150 Probanden herausfand.

Eine Frau braucht demnach nicht lustig zu sein: Der Mann ihrer Wahl wird sie humorvoll finden, wenn sie herzhaft über seine Witze lacht. Witzige Frauen würden eher als Kumpel betrachtet.

Frauen fühlten sich hingegen von unterhaltsamen Männern angezogen, die sie zum Lachen brächten. Weniger erfolgreichen Witzschleudern sei nun aber wenigstens ein schadenfrohes Grinsen gestattet: Wie der kanadische Psychologieprofessor Rod Martin in einem demnächst erscheinenden Buch zur Sozialpsychologie des Humors schreibt, gehen die Liebesbeziehungen humorvoller Menschen häufiger schon nach einigen Monaten in die Brüche.

 

Lachyoga im Hamburger Yoga-Vidya Center

Yoga Vidya Journal, Ausgabe 19 | Sommer 2008 - Abschrift

Während in Bad Meinberg das Schlussritual der mächtigen 1008-Stunden-Yajna stattfand, gab es bei uns im Unterricht der zweijährigen Yogalehrerausbildung (im 2. Jahr) eine Besonderheit: Bei uns war Gabriela, sie ist Lachyoga-Lehrerin.

Ich hatte nicht gedacht, dass Lachyoga so viel zu bieten hat, es war toll.

Wir machten Übungen im Sitzen, Stehen, Laufen und das Lachkonzert wollte bei jedem neuen Spiel kein Ende nehmen - der Ansteckungseffekt, sich kringelig lachen, Mimik, Komik, alles war dabei. Im Laufschritt (oder beim Herumtollen) gaben wir Namasté an unseren Nächsten, dann an einen anderen Nächsten und Ähnliches in Variationen.

Dann spielten wir in zwei Riegen. Eine Riege schimpfte das Gegenüber mit furchterregender Gestik und Polterstimme, das Gegenüber "weinte" zum Gotterbarmen. Dann wechselten die Rollen. Hinterher wurden alle mild und lieb, machten gegenseitig Vergebungs-Honneurs mit säuselnden Stimmchen, mit Lächeln bis zu den Ohren und tiefen Verbeugungen mit einladend winkenden Händen.

Wäre das nicht eine wunderbare Übung zur Völkerverständigung? Sprachübergreifend! Vielleicht sollte der Lachyoga als Symbol in das Programm des nächsten Weltyogatags integriert werden.

Aber Spaß beiseite, es hat unserer Gruppe ungemein gut getan, das sagten bereits einige von uns - alle Übungen haben große Wirkung, sie lockern die Stimmung, lösen Verspannungen, öffnen Gemüter und Gesichter, das viele Lachen erzeugt Glücksgefühle und verbindet durch Freude und Ausgelassenheit.

Am Schluß gab es eine wunderschöne Lachyoga-Meditation - jeder Kopf ruhte auf irgendeinem Bauch, der eigene natürlich auch. Und mit der tiefen Einatmung hoben sich die Bäuche, und die darauf gelagerten Köpfe wurden geschaukelt durch die Bauchatmung wie einst der Embryo im Mutterleib, bis das glucksende Lachkonzert sich erhob und anschwoll und die Köpfe und Bäuche zum Hüpfen brachte.

Vielen Dank, liebe Gabriela, ich hatte den Eindruck, dass alle weitaus fröhlicher nach Hause gingen, als sie gekommen waren.

Erika

 

Hoho-hahaha

GESUND | 10. Sep 2008

Von Bettina Seipp
Kinder lachen bis zu 400 Mal am Tag, Erwachsene nur noch 15 Mal. Viel zu wenig, sagen Ärzte und preisen das Lachen als die beste und preiswerteste Medizin der Welt. Viel zu wenig, sagen mittlerweile auch Karriereberater, versprechen mehr Erfolg durch gute Laune und wenden sich an so genannte Lach-Trainer wie Angela Mecking. Die 36-Jährige bietet neben einem wöchentlichen Lachclub auch spezielle Lachyoga-Kurse für Unternehmen und Führungskräfte an.

Nehmen wir eine Tagung in Potsdam. In der Pause nach dem zweiten Vortrag wird Lachen gelehrt. Angela Mecking holt das Publikum vor die Bühne, redet über Motivation, Teamfähigkeit und erklärt, warum Lachen gegen Stress helfe. Dann Klatschübung auf "Hoho-hahaha", tiefes Atmen, Arme hoch - und fallen lassen. Ein Seufzen geht durch den Saal. Etwa 60 einander fremde Teilnehmer schütteln sich lachend die Hände, loben sich gegenseitig und wirbeln gemeinsam "Lach-Energie" auf. Nach 15 Minuten erscheinen die Gesichter befreit. "Das sollte man öfter machen", sagt ein Teilnehmer.

Ein Löwenlachen zur Entspannung

"Gerade Menschen, die jahrelang Emotionen unterdrückt haben, finden beim Lachen eine Möglichkeit, sich im geschützten Rahmen zu öffnen und loszulassen", sagt Angela Mecking. "Viele sind danach richtig erleichtert." Zum Beispiel Rainald Beese, der schon lange in Meckings wöchentliche Lachyoga-Kurse kommt. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern wandert er kreuz und quer durch den Raum und klatscht in die Hände. Dazu rufen auch hier alle gemeinsam "Hoho-hahaha", schauen sich in die Augen und lächeln sich an.

Ein tiefes Ein- und Ausatmen, dann die nächste Übung: Das Löwenlachen, abgeleitet aus der "Löwenatmung" im Yoga. Die Zunge weit herausgestreckt, die Hände zu "Löwentatzen" geformt, geht der 38-jährige Kaufmann auf seine Mitmenschen zu und lacht. "Nach dem Lachyoga fühle ich mich gelassen und entspannt", sagt er.

Das Löwenlachen mag am Anfang etwas ungewohnt sein, meint Angela Mecking: "Es ist eine Übung, die ich eher mit Fortgeschrittenen durchführe. Aber die Übung ist besonders gut für Gesichtsmuskulatur, Zunge und Kehle. Sie baut Hemmungen ab und verbessert die Versorgung der Schilddrüse mit Blut."

Wie kommt es, dass man das Lachen wieder lernen muss? Die Wurzel aller Humorlosigkeit liegt angeblich in der Kirchengeschichte. Wer lache, fürchte den Teufel nicht, warnte im 4. Jahrhundert ein Kirchenlehrer und behauptete, Jesus habe niemals gelacht, allenfalls gelächelt. Die Bibel lässt das Thema aus und berichtet lediglich von zwei Weinkrämpfen des Heilands.

So erkennen Sie das echte Lachen

Angela Mecking lacht laut, als sie das hört. Es ist ein geschäftsmäßiges Lachen, das nur die untere Gesichtspartie bewegt und nicht den Musculus Orbicularis Oculi, den Ring-Muskel um die Augen. Erst wenn auch der aktiv ist, lacht ein Mensch wirklich und kann andere anstecken. Jetzt reicht es, die Gesprächsatmosphäre zu lockern. "Jesus hat bestimmt gern und oft gelacht", glaubt Angela Mecking. "Denn wer weint, lacht auch. Beides setzt die Fähigkeit voraus, Emotionen zu zeigen."

Jetzt lacht sie wieder und ihr Musculus Orbicularis Oculi hat sich zusammengezogen. Das Lachen ist also echt. Gelotologie, Lachforschung, ist eine junge Wissenschaft. Die hat herausgefunden, dass Frauen mit 500 Hertz lachen und Männer mit 280. Erst diese Schwingungen lösen auch bei anderen Lachanfälle aus. Dann entspannt sich die Skelettmuskulatur, die Gefäße werden weiter, das Hirn schüttet Endorphine aus und auch die Zahl der Abwehrzellen nimmt zu. Dafür muss nicht einmal ein Witz gerissen werden. "Ganz egal, ob das Lachen echt oder unecht ist, die physiologischen Wirkungen sind die gleichen", sagt Angela Mecking. "Wer Lachyoga betreibt, kann auch ohne Grund lachen."

Lachtraining hilft Körper und Psyche

Viel hänge davon ab, dass man die Lachübungen regelmäßig betreibe, sagt Angela Mecking. Erst dann würden die langfristigen gesundheitlichen Wirkungen greifen. Neurologen bestätigen, dass nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche vom Lachen profitiert. Wenn immer die gleichen Synapsen angeregt werden, verstärken sie sich. Ein lachkundiger Mensch wird auch bei Problemstellungen eher eine heitere Seite sehen. Chinesen würden sagen: Die Chance in der Krise. Angela Mecking sieht das auch so. "Seit ich mit dem Lachyoga angefangen habe, hat sich mein Leben komplett verändert", sagt die 36-Jährige. "Ich vertraue darauf, dass es immer zum Besten für mich kommen wird - egal was passiert."

Steckbrief Angela Mecking

Wie kam Angela Mecking (36) eigentlich selbst zum Lachyoga? Sie blickt zurück. Vor fünf Jahren steckte sie in einer Lebenskrise: "Job weg, Beziehung kaputt, Lebenslust dahin - ich machte das ganze Programm durch. Jetzt weiß ich, wofür es gut war. Denn oft kommen Menschen in meinen Lachclub, die das Lachen verloren haben." Durch eine Freundin hörte Angela Mecking damals von einem Dr. Madan Kataria. Der Arzt aus dem indischen Mumbai (früher: Bombay) gilt als Begründer des Lachyogas. Nach eigenen Erfahrungen im Kataria-Seminar wurde Angela Mecking immer häufiger gefragt, ob sie Lachyoga nicht mal demonstrieren könne. Aus privaten Vorführungen wurde zunächst ein Lachclub, daraus wurden dann Seminare und schließlich auch Workshops für Manager.

 

"Lachyoga. Denn Lachen ist die beste Medizin!"

Magazin Pflegen und Wohnen | Juli / August / September 2008

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