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Lachyoga-Kongress
2011
Vom 01. bis 03.04.2011 fand der 2. Lachyoga-Kongress statt. Tolle Fotos, Rückblick, Skripte hier
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deutschsprachige Lachyoga-DVD bereichert die Lachyoga-Charts.
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22.-26.04.2012 in Bad Meinberg
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Lachforschung
Die Gelotologie (von griech. gélōs, „das Lachen“)
ist die Wissenschaft der Auswirkungen des Lachens. Sie beschäftigt
sich mit den körperlichen und psychischen Aspekten des Lachens. Die
Gelotologie ist in den USA ein Teilgebiet der Psychoneuroimmunologie,
also jener Wissenschaft, die die Bedeutung positiver Gemütszustände
für die körpereigene Abwehr von Krankheitserregern untersucht.
Begründer der Gelotologie ist der Psychiater William F. Fry, der
1964 an der Stanford-University erstmals über die Auswirkungen des
Lachens auf die körperlichen Vorgänge zu forschen begann. Michael
Titze, Dozent am Märkischen Institut für Psychotherapie und Gründungsvorsitzender
von HumorCare Deutschland, referiert die vorläufigen Forschungsergebnisse,
die statistisch noch nicht eindeutig abgesichert sind, wie folgt:
"Lachen macht gesundes Blut"
italienisches Sprichwort
Lachen gegen Schmerzen und Infektionen
Studien der Gelotologie
ergaben, dass Schmerzpatienten nach nur wenigen Minuten Lachen eine
Erleichterung erfahren, die mehrere Stunden anhalten kann. Aber auch
das körpereigene Immunsystem wird durch Lachen aktiviert. So
können Blutinhaltsstoffe deutlich vermehrt werden, die für die Immunabwehr
wichtig sind. Auch T-Zellen, die den Körper gegen viele Krankheitserreger
schützen, nehmen durch das Lachen zu.
Lachen und das Immunsystem
Die körpereigene
hormonartige Substanz Gamma-Interferon aktiviert
und koordiniert die Produktion von mehreren körpereigenen Abwehrstoffen, während
sogenannte Killer T-Zellen bereits infizierte Zellen vernichten. Der amerikanische
Immunologe Lee S. Berk hat festgestellt, dass bei lachenden Personen die Blutwerte
von Gamma-Interferon, Killer-Zellen und Antikörper steigen. Selbst einige
Tage nachdem man sich, zum Beispiel, einen lustigen Film angesehen hat, sind
wesentlich höhere Werte feststellbar, als bei Menschen, die in den letzten Tagen
keinen Grund zum Lachen hatten.
Lachen gegen Stress
«Lachen ist der größte Feind des
Stresses», sagt die Humortherapeutin Erika Kunz. Statt Stresshormonen werden
beim Lachen mit einiger Wahrscheinlichkeit Glückshormone, sogenannte Endorphine
ausgeschüttet. Selbst unter größten Arbeitsbelastungen würden sich auf diese
Weise Verspannungen lösen. Wer die Mundwinkel hochzieht, richtet sich automatisch
auf und vermeidet eine traurige Grundhaltung, erklärt sie. Selbst gegen Verstopfung,
Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit soll es helfen, sagt Kunz.
Lachen in der Therapie
Immer mehr Psychologen und
Mediziner beschäftigen sich mit der therapeutischen Anwendung von Humor und Lachen
im Spital und während einer Therapie. Vor allem in der Psychatrie und Psychologie
erhofft man durch den gezielten Einsatz von Humor in der Therapie bessere Erfolge
zu erzielen. Denn aus psychosomatischer Sicht besteht die gesundheitsfördernde
Wirkung des Lachens hauptsächlich aus der Überwindung von Widrigkeiten. So kann
Lachen der Beginn eines Weges aus einer scheinbar unüberwindlichen Situation
sein. Denn der Hauptauslöser des Lachens ist ja das plötzliche Erkennen von Zusammenhängen.
Werden die Zusammenhänge einer belastenden Situation erkannt, dann löst sich
die innere Anspannung in Form von Lachen.
Rote Nasen, Clinic-Clowns
Die Forschungsergebnisse
der Gelotologie haben zur Einrichtung der sogenannten «Clown-Doktoren» geführt.
Dabei handelt es sich um Spaßmacher, die sich bei den Ärzten nach dem Befinden
der Patienten erkundigen und diese - nach Absprache mit den Medizinern - gezielt
aufheitern, sich ihre Probleme und Sorgen anhören. Ziel der Clowns ist die Lockerung
der oft tristen Klinik-Atmosphäre. Sie möchten die Patienten zum Lachen bringen
und so zu ihrer schnelleren Genesung beitragen. Clown-Doktoren gibt es inzwischen
weltweit, vor allem in den USA und Europa.
Die Veränderung der Gedankenwelt durch Lachen: Es lockern sich beim Lachen also
nicht nur die Gesichtsmuskeln, sondern auch die Gedankenmuster. Es kommt zu einer
veränderten Sicht der Dinge. Dem Patienten wird es möglich, seine Situation,
die darin involvierten Personen und sich selbst, mit etwas Abstand und aus einer
neuen Perspektive zu sehen. Durch diese veränderte Sichtweise ist es dem Betroffenen
möglich, seine - als belastend empfundene - Situation zu überdenken und neue
Lösungsansätze für sein Problem zu finden.
Auswirkung des Lachens auf die Psyche
Ein heiterer,
lachender Mensch begegnet seiner Umwelt anders als ein pessimistischer Mensch.
Bedingt durch größeren Mut und Gelassenheit in Kombination mit geringerer Nervosität
sind fröhliche Menschen kontaktfreudiger, bei anderen beliebter und dadurch sozial
erfolgreicher. Das bedeutet, der Lachende hat andere soziale Bezüge, eine sehr
spezifische Interaktion mit anderen Menschen und eine besondere Interaktion.
Er reagiert also auch auf seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse anders als ein
pessimistischer Mensch.
Die vielen Bedeutungen des Lachens
Lachen kann eine
Vielzahl von Bedeutungen haben. So ist es z.B. ein Ausdruck von Aggression, wenn
wir jemanden auslachen, gemeinsames Gekicher im Bett kann Ausdruck sexueller
Erregung sein, während das freundliche Grinsen im Vorübergehen die Funktion eines
Grußes hat. Wir lachen schließlich nicht nur, wenn wir fröhlich sind, sondern
auch, wenn wir nervös sind, Angst haben oder gekitzelt werden. Verhaltensforscher
unterscheiden 18 verschieden Arten von Lächeln. Aber nur eine einzige Variante
ist der Ausdruck spontanen, ehrlichen Vergnügens.
Das echte Lächeln
Beide Mundwinkel ziehen sich gleichzeitig
nach oben, das ehrliche Lächeln beginnt also immer symmetrisch und ist mit Krähenfüßchen
um den Augen gekoppelt. Die anderen sozial abgeschwächten Varianten des Lächelns
beginnen immer leicht asymmetrisch. Offensichtlich ist der Mensch nicht in der
Lage, das komplexe, motorische Muster «Lächeln» bewusst, ohne humorig-freudigen
Auslöser, anzuschalten.
So erfrischend wie 45 Minuten Entspannungstraining: Lachen soll auch ein wirksames
Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit sein. Lachforscher fanden heraus, dass eine Minute
Lachen ebenso erfrischend sein soll wie 45 Minuten Entspannungstraining
Außerdem
soll es dem Mann zu mehr Potenzkraft verhelfen. Und schließlich fördert es die
Kreativität, wie Kunz berichtet. So schicken Unternehmen ihre Mitarbeiter in
Lachseminare. «Das kontrollierende Denken und Handeln wird durch das Lachen aufgelöst»,
sagt die Therapeutin. Die geordneten Gedanken werden unterbrochen.
Führende Gelotologen sind Lee Berk, Paul Ekman, William
F. Fry, Ilona Papousek, Robert Provine, Frank Appletree Rodden, Willibald Ruch,
Barbara Wild
Quellen: Wikipedia /
Henri
Rubinstein: "Die Heilkraft Lachen" (Hallwag) /
Michael
Titze: Therapeutischer Humor. Grundlagen und Anwendungen. |
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